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NABU Landau-Stadt
im Naturschutzzentrum Hirtenhaus
Kindergarten und
Wohnsiedlung von Elektrosmog befreit
Größtes Umweltschutzprojekt des
NABU Landau durchgezogen
Mit Bürgerinitiative 20.000-Volt-Leitung in den
Boden verlegt
Mehrere Fälle von Krebserkrankungen in der Nähe
einer 20.000-V-Freileitung in Landau-Mörzheim gaben den
Ausschlag zur Gründung einer kleinen Bürgerinitiative unter
Frau Christa Monks, die sich für den Abbau dieser Leitung
einsetzte. Der Höhepunkt kam, als 1999 die Stadt Landau genau
unter dieser Leitung den Kindergarten „Wildtulpe“ baute – die
Bürgerinitiative bat den NABU Landau um Hilfe.
Doch alle Proteste bei der Stadt und der Kirche
nutzten nichts, es wurde gebaut. Für den NABU und die
Bürgerinitiative war es nun höchste Zeit zu handeln.
Wir nahmen das Angebot der Pfalzwerke an. Für
Kabel, Trennschalter, Muffen, sämtliche Anschlüsse und
Inbetriebnahme erhielten diese 16.000 €. Der NABU als
Projektträger übernahm die Bauleitung. Für NABU und
Bürgerinitiative entstanden Kosten in Höhe von 35.000 €
(Genehmigungen, Verlegung der Leitungen, Herstellen der
Oberflächen, Regeln der Flurschäden und Entfernen der Masten).
Dank einiger Großsponsoren wie den
Fernseh-Filmstudios München und Frankfurt, Landauer Ärzten,
unserer Mörzheimer Schriftstellerin Frau Monks, Haussammlungen
durch Herrn Kreisel und dem NABU Landau konnte die enorme
Summe binnen 3 Monaten aufgebracht werden.
Werner Kern, Vorsitzender des NABU Landau,
übernahm als selbstständiger Elektromeister die Ausführung und
Bauleitung. Mit der Stadtverwaltung und den Pfalzwerken wurde
die endgültige Trasse der Kabelverlegung festgelegt. Die
Baufirma von Peter Jester, der seit mehr als 20 Jahren NABU
Mitglied ist, hob den 1300 Meter langen und 0,8 Meter tiefen
Kabelgraben aus. Hilfe bei der Verlegung der drei
Kabelstränge, insgesamt 3900 Meter, bekam der NABU durch das
zur gleichen Zeit stattfindende Internationale Workcamp.

Trasse der Starkstromleitung in Mörzheim
Unter fachkundiger Anleitung von Werner Kern
sowie eines Beauftragten der Pfalzwerke halfen die
Jugendlichen aus 8 Nationen sowie zahlreiche NABU-Mitglieder
bei der Sandeinfüllung, der Leitungsverlegung und der
Abdeckung mit Kabelhauben. Nach dem Einbau von
Verbindungsmuffen und dem Anschluss an die beiden
Übergabepunkte (ein Freileitungsmast in den Weinbergen und die
Hochspannungszelle am Trafohaus im Ort) wurden die Kabel einer
Hochspannungsprüfung unterzogen. Danach konnten die alte
Freileitung abgeschaltet und das neue Kabel in Betrieb
genommen werden.
Eine anschließende Messung ergab, dass 20 cm
über dem Erdreich nur noch ein Zehntel der Strahlung gegenüber
der Freileitung zu messen war. Der Aufwand war ein voller
Erfolg.
Werner Kern bedankt sich herzlich bei allen
Spendern, Unterstützern und Helfern:
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- Pfalzwerke LU
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- Baufirma Peter Jester & Sohn
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- Stadtverwaltung: Grünamt,
Feldwegeunterhalt, Straßenbau
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- Hans Joachim Kreisel, ehem.
Beigeordneter der Stadt Landau
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- Familie Monks
- unsere Mitglieder und Aktiven.
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