Bereits 2011 hat der NABU Landau e.V. mit seinem ganzjährigen Projekt "Umweltdiplom für Kinder" an der Kampagne "Ideen-Initiative-Zukunft" des DM-Marktes teilgenommen.
Nun stellt sich das Projekt im DM-Markt in Bad Bergzabern vor und darf zusammen mit 2 anderen Projekten aus der Südpfalz an der Kasse sitzen. Alle Gelder, die am Mittwoch, den 29.Februar 2012 zwischen 16 Uhr und 17:30 Uhr an der Projektkasse eingenommen werden, werden an die Projekte weitergegeben.
Deshalb unsere Bitte an Sie: Unterstützen Sie den NABU Landau und sein Umweltdiplom! Kommen Sie am 29.Februar 2012 zwischen 16 und 17:30 Uhr in den DM-Markt in Bad Bergzabern, Im Weidfeld 10, 76889 Pleisweiler-Oberhofen, kaufen Sie ein und gehen Sie bewusst zur Projektkasse. Das Geld kommt dann direkt bei uns und den anderen Projekten an!
Erdkröten-Männchen (Foto: K.-H. Fuldner)
Die Erdkröte, zum „Froschlurch des Jahres 2012“ gekürt, zählt zwar zu den häufigsten Amphibienarten in Deutschland. Allerdings wird sie bereits im Bundesnaturschutzgesetz als besonders geschützte Art geführt und die Bestände sind durch verschiedenste Faktoren rückläufig. Größte Gefahr liegt in der Lebensraumzerschneidung durch Straßen, auf denen unzählige Erdkröten jedes Jahr beim Überqueren getötet werden.
Der NABU-Bundesfachausschuss und der NABU Rheinland-Pfalz starten einen Aufruf, um die tatsächliche Anzahl der vermutlich tausenden von Straßenopfer zu ermitteln. Hierfür steht auf der Seite unter www.amphibienschutz.de/opfer/strassenopfer.html ein Meldeformular bereit, das auch mit Iphone und weiteren Smartphones aufgerufen und ausgefüllt werden kann. Um ein möglichst genaues bundesweites Ergebnis, und somit auch für ganz Rheinland-Pfalz, zu erhalten, bittet der NABU Rheinland-Pfalz jeden um Mithilfe: Wer überfahrene Erdkröten sieht, möge diese zählen und anschließend melden.
Im Rahmen der Aktion „Lurch des Jahres 2012“ möchte der NABU-Bundesfachausschuss Feldherpetologie und Ichthyofaunistik (Amphibien, Reptilien und Fische) ermitteln, wie viele Erdkröten in einer Laichperiode auf ihren traditionellen Wanderungen auf den Straßen sterben müssen. Zum Sinn der bundesweiten Aktion teilte Sascha Schleich, Sprecher des NABU-Bundesfachausschusses, mit: „Mit einer aussagekräftigen Straßenopferanzahl kann der NABU nicht nur die Behörden zu erhöhten Anstrengungen im Amphibienschutz an Straßen auffordern, sondern auch seine eigenen Aktivitäten lenken!“
Sascha Schleich erklärte: „Jedes Jahr im Frühjahr, wenn die nächtlichen Temperaturen zweistellige Grade erreichen, erwachen die Amphibien aus ihrer Winterruhe und machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Die Erdkröten sind meist in größerer Anzahl zu ihren Geburtsgewässern unterwegs. So kann es vorkommen, dass in einer Nacht mehrere hundert bis tausend Erdkröten Straßen überqueren müssen. Je nach Wetterlage dauert die Amphibienwanderung zwischen wenigen Tagen bis zu vier Wochen.“
Der Amphibienexperte weiter: „Zum Schutz vor dem Verkehr werden an einigen stark betroffenen Straßenabschnitten Amphibienschutzzäune aufgestellt. Diese bilden eine Barriere, so dass die Amphibien daran gehindert werden, die Straßen zu überqueren. Meist ehrenamtliche Naturschützer des NABU Rheinland-Pfalz, aber auch anderer Umweltverbände, sammeln dann Nacht für Nacht die Tiere an den Zäunen ein, um sie sicher in Eimern auf die andere Straßenseite zu tragen. An stark befahrenen Straßenabschnitten, an denen solche Schutzzäune und ehrenamtliche Hände fehlen, finden die Amphibien in großer Anzahl den Tod. Nicht nur das Überfahren ist tödlich, sondern auch die Druckluft, die bei Geschwindigkeiten von über 30 Stundenkilometer entsteht, kann die Tiere beim Vorbeifahren töten“.
Seit einigen Jahren betreut der NABU-Bundesfachausschuss bereits unter www.amphibienschutz.de eine Schutzzaundatenbank. In dieser öffentlichen Datenbank wird ein Großteil der Schutzzäune in Deutschland im Rahmen der jährlichen Laichwanderungen gelistet und dargestellt. Zusätzlich lassen sich weitere Zauninformationen sowie die Zahlen der ‚geretteten’ Amphibienarten eingeben und abrufen.
Weitere Informationen zu der Erdkröte und dieser Aktion finden Sie im Internet unter www.amphibienschutz.de.
Rückfragen: Sascha Schleich (Sprecher), NABU-Bundesfachausschuss Feldherpetologie und Ichthyofaunistik, Telefon: 0151 / 29113413, E-Mail: sascha.schleich@amphibienschutz.de.
Pressedienst des NABU Rheinland-Pfalz
Trotz Regen und teilweise stürmischem Wetter beteiligten sich erneut zahlreiche Vogelfreunde bundesweit an Deutschlands größter Vogelzählung vom 6. bis 8. Januar. Nach der Auswertung von rund 40.000 Einsendungen bundesweit mit mehr als 1.6 Millionen Vogelbeobachtungen legten heute der Naturschutzbund NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern LBV die Ergebnisse ihrer Mitmachaktion 'Stunde der Wintervögel' vor. Die bundesweite Zählung zeigt im zweiten Jahr der Aktion interessante Unterschiede zum vergangenen Jahr. So verlor die Kohlmeise bundesweit ihren Spitzenplatz als häufigster Wintervogel unserer Städte und Dörfer an den Haussperling. Auf den Plätzen drei und vier folgen Blaumeise und Feldsperling.
Der Haussperling hat es mit einem deutlichen Abstand auch in Rheinland-Pfalz an die Spitze geschafft und damit die Kohlmeise von Platz 1 verdrängt. Insgesamt beteiligten sich in Rheinland-Pfalz mehr als 2.100 Vogelfreunde (2011: 3.711) an der 'Stunde der Wintervögel' und meldeten 54.011 Vögel aus über 1.400 Gärten. Das sind aus Sicht des NABU Rheinland-Pfalz durchaus gute Zahlen: "Wir haben aufgrund des schlechten Wetters mit Regen und Sturm eigentlich sowohl mit weniger Teilnehmern als auch mit weniger gemeldeten Vögeln gerechnet", so Olaf Strub, Naturschutzreferent des NABU Rheinland-Pfalz.
Bei einigen Arten wie Buchfink, Kohl- und Blaumeise sind die Zählungen stark rückläufig. Der Grund dafür dürfte in erster Linie die milde Witterung mit Temperaturen überwiegend im Plusbereich sein. Ohne Frost und geschlossene Schneedecke besteht für die Vögel kaum Bedarf, künstliche Futterangebote in Siedlungen in Anspruch zu nehmen – und genau dort wurden die Vögel meist gezählt. „Die Zahlen bedeuten also nicht, dass die Bestände in großem Umfang zurückgegangen sind“, erklärt Strub. „Die gewohnten Vogelschwärme an Futterstellen
sind zwar in diesem Jahr eher selten, die Vögel sind aber trotzdem da und einfach nur andernorts unterwegs, wo sie nicht so einfach gezählt werden konnten.“
Mit großer Spannung erwarteten die NABU-Experten die Zahlen zur Amsel. Nachdem das Usutu-Virus im Sommer Experten-Schätzungen zufolge einige 100.000 Amseln getötet hat, sind die Winterbestände erwartungsgemäß stark
eingebrochen. Insgesamt wurden in Rheinland-Pfalz 54 Prozent weniger Amseln gezählt als im Vorjahr. Im südlichen Landesteil, wo das Virus besonders viele Tiere getötet hat, sind die Bestände regional sogar um bis zu 75 Prozent eingebrochen. „Diese erschreckenden Zahlen sind dennoch kein Grund zur Panik“, meint Vogelkundler Strub. „Von Viren-Ausbrüchen an anderen Orten wissen wir, dass das Virus die Amselbestände zwar erheblich reduzieren kann und diese sich mitunter erst langsam wieder erholen. Dennoch wird es in den betroffenen Regionen weiterhin Amseln geben. Ich gehe davon aus, dass die Vögel rasch eine Immunität gegen das Usutu-Virus ausbilden und dem Krankheitserreger dann nur noch in kleiner Zahl zum Opfer fallen.“
Zu den Besonderheiten des Winters zählen seit einiger Zeit auch Zugvögel, die unsere Breiten im Winter normalerweise verlassen, wie Star, Hausrotschwänze oder Mönchsgrasmücken. Trotz der milden Temperaturen setzte sich der Überwinterungstrend dieser Arten diesmal nicht fort - oder sie wussten sich besonders gut zu verstecken. "Die Meldungen der Vogelfreunde sind ausgesprochen hilfreich und zeigen, wie wertvoll diese Form von 'Citizen Science' für die Forschung sein kann", betonte Strub.
Pressedienst des NABU Rheinland-Pfalz
(Foto: I. Ottusch)
09.Januar 2012 Gerade begann sich die Sonne ihren Weg durch die Wolkendecke zu bahnen, als am Sonntag 35 Kinder und Erwachsene unter der Leitung von Werner Kern vom NABU-Naturschutzzentrum Hirtenhaus zur zweiten bundesweiten Stunde der Wintervögel aufbrachen. Auf dem etwa 1,5 km langen Rundweg konnten Blau- und Kohlmeisen, Buchfinken, Grünspechte, Goldammern und viele weitere Vogelarten beobachtet werden. Insgesamt 15 Arten konnten die Teilnehmer am Ende auf ihren Listen vermerken. Auffällig war in diesem sehr milden Winter das Fehlen von nordischen Gästen wie dem Seidenschwanz, dem Erlenzeisig oder der Schwanzmeise. „Es ist zu warm, die Vögel halten sich vermutlich in Norddeutschland auf und haben es noch nicht zu uns geschafft“, erklärt Herr Kern, seit 40 Jahren Vorsitzender des NABU Landau und begeisterter Hobby-Ornithologe.
Nach der zweistündigen Wanderung durch die Gemarkungen von Landau-Mörzheim wurden bei Glühwein und Kinderpunsch im Hirtenhaus noch viele Fragen gestellt und „gefachsimpelt“, zum Beispiel über das Amselsterben 2011 sowie die richtige Vogelfütterung im Winter.
Quelle: NABU Landau e.V.
06.Januar 2012 Ein Bus der Marke Fiat Scudo sollte es wieder sein. Darin waren sich die Mitglieder der Ortsgruppe Landau des Naturschutzbunds Deutschland e.V. (NABU) schnell einig. Das vorherige „Umweltmobil“ wurde durch einen nicht verschuldeten Unfall im September zum Totalschaden. Schnell musste Ersatz beschafft werden. Mit der Bitte um Unterstützung trat der Vereinsvorsitzende, Werner Kern, daraufhin an Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer heran.
„Ich verfolge die zahlreichen Aktivitäten des Landauer NABU schon lange“, so Schlimmer, der sich sofort bereit erklärt hatte, den Naturschutzbund aus den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln der Sparkassenstiftung mit 5.000 Euro zu unterstützen. „Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche lernen, was es heißt, Natur zu erleben. Es ist wichtig für ihre Bildung, und es ist wichtig, dass es Menschen gibt wie Sie, die sich um die Umweltbildung der nachwachsenden Generationen in Kindertagestätten und Schulen kümmern“, so Schlimmer bei der Scheckübergabe im Mörzheimer Naturschutzzentrum „Hirtenhaus“.
Vereinsvorsitzender Werner Kern dankte Schlimmer, ohne dessen Spende „es nicht gut ausgesehen hätte“. Er sei froh, dass sich ein großes Manko des Landauer Naturschutzbunds damit erledigt habe. „Es ist ein gutes Echo für eine tolle Sache. Wir brauchen den Bus dringend. Mit ihm sind wir mobil, mit ihm sind wir vor Ort, mit ihm fahren wir Schülerinnen und Schüler ins Grüne. Zumal wir in diesem Jahr unser 40-jähriges Vereinsjubiläum begehen werden“, wie Kern betonte.
Man habe sich bewusst wieder für einen Kleinbus dieses Typs entschieden, da die Ladefläche meistens restlos gebraucht werde: „Wenn wir in Schulen fahren, haben wir immer viel Material dabei, dass passt gar nicht alles in einen Kombi“, erklärte Kern die Notwendigkeit der Anschaffung. Nur aufgrund „des guten Stamms freiwilliger Helferinnen und Helfer“ habe man die entstande Lücke, in der kein Kleinbus zur Verfügung gestanden hat, zwischenzeitlich auffangen können.
Schlimmer dankte den anwesenden Vereinsmitgliedern im Naturschutzzentrum „Hirtenhaus“ für ihr großes Engagement. „Bitte verstehen Sie den Scheck auch als Anerkennung ihrer ehrenamtlich geleisteten Arbeit. Das ist nicht selbstverständlich, aber es macht unsere Stadt lebens- und liebenswürdiger. Dafür meinen herzlichen Dank an Sie alle“, so Schlimmer. Er versprach den Anwesenden auch weiterhin im Austausch bei verschiedenen Umweltthemen zu bleiben.
Pressemitteilung der Stadt Landau in der Pfalz